NeoBarock & Marion Eckstein

Kammerkonzert

Samstag, 14. Dezember 2019

19.30 Uhr, Bürgerhaus Telgte

 

 

Maren Ries – Barockvioline

Anna-Maria Smerd – Barockvioline

Ariane Spiegel – Barockcello

Stanislav Gres – Cembalo

als Gast: Marion Eckstein – Mezzosopran

Publikumswunsch

Konzertkarten

Vorverkauf: 14,00 €

Abendkasse: 16,00 € / 12,00 €

Studenten/Auszubildende: 5,00 €

Eintritt für Schüler in Begleitung Erwachsener frei

ACHTUNG: Dieses Konzert findet ausnahmsweise an einem SAMSTAG statt!


Programm: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Werke des 17. Jahrhunderts von Heinrich Ignaz Franz Biber, Christoph Bernhard, Jan Pieterszoon Sweelinck, Johann Heinrich Schmelzer, Giuseppe Valentini, Johann Schelle und Christian Geist

"Umflort von goldgleißendem Licht, begleitet von tosendem Flügelschlag steigt ein Engel in die irdische Welt herab, der alle menschlichen Vorstellungen von Herrlichkeit und Macht bei weitem überstrahlt, und verkündet: Fürchtet Euch nicht!"

 

Mit diesem Bild der Verkündigung eröffnet Heinrich Ignaz Franz Biber seine Rosenkranz-Sonaten – und NeoBarock sein Weihnachtsprogramm »Wie schön leuchtet der Morgenstern«. Mit musikalischen Motiven des 17. Jahrhunderts lässt NeoBarock die barocke Vorstellung vom Wunder der Heiligen Nacht in einer ländlichen Idylle, in der dem Jesuskind Hirtenmusiken an der Krippe gespielt werden, lebendig werden.

 

Was ist das Geheimnis des Klangerlebnisses NeoBarock? »Wir können und wollen längst vergangene Epochen nicht kopieren. Unsere Forschungen, das Quellenstudium und auch unsere Barockinstrumente sind kein Selbstzweck, sie sind unsere Werkzeuge«. So erwächst aus leidenschaftlicher Begeisterung gepaart mit wissenschaftlicher Akribie und

kompromissloser Genauigkeit die unverwechselbare Handschrift von NeoBarock: Ein außergewöhnliches, faszinierendes Klangerlebnis, das die Alte Musik unmittelbar ins Hier und Jetzt transportiert und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwinden lässt. NeoBarock, gegründet von der Geigerin Maren Ries zusammen mit der Cellistin Ariane Spiegel, ist mit seinen exklusiven und dramaturgisch stringenten Konzertprogrammen Gast auf den Bühnen renommierter Konzerthäuser und zahlreicher bedeutender Festivals. In den vielbeachteten und unter anderem mit dem ECHO Klassik

ausgezeichneten CD-Einspielungen für das Label ambitus hat sich NeoBarock wiederholt mit Johann Sebastian Bach und seinem Umfeld beschäftigt sowie vergessene Komponisten wie Gottfried Heinrich Stölzel oder Johann Philipp Kirnberger wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. »Die stilistisch brillanten, dynamischen und leidenschaftlichen Auftritte von NeoBarock nehmen in der Bach-Interpretation des 21. Jahrhunderts eine wegweisende Spitzenposition ein.« (The Huffington Post, USA)

 

Marion Eckstein wurde in Bernkastel-Kues geboren und wuchs auf einem Weingut an der Mosel auf. In Stuttgart absolvierte sie das Studium der Germanistik und Schulmusik, bevor sie sich ganz dem Gesang zuwandte. Ihr Gesangsstudium in den Gesangsklassen von Professor Julia Hamari und Professor Dunja Vejzovic schloß sie mit Auszeichnung ab und erhielt ein Stipendium des Internationalen Richard-Wagner-Verbandes.

Als Konzertsängerin machte sich die Altistin rasch einen Namen auf den großen europäischen Musikpodien und Festspielen in Berlin, Hamburg, Wien, Amsterdam, München, Stuttgart und Zürich. Renommierte Dirigenten wie Christian Arming, Ivor Bolton, Rafael Frühbeck de Burgos, Enoch zu Guttenberg, Florian Helgath, René Jacobs, Gustav Kuhn, Helmuth Rilling, Jukka-Pekka Saraste, Christoph Spering und Yutaka Sado versicherterten sich ihrer Ausdruckstiefe und stilistischen Vielseitigkeit. Diese reicht von frühbarocker Literatur über die großen Oratorien J. S. Bachs und G. Händels bis hin zum romantischen Repertoire. So feierte sie große Erfolge in Brahms` Alt-Rhapsodie in der Münchner Philharmonie, mit den Kindertotenliedern von Gustav Mahler im Berliner Konzerthaus, mit Beethovens 9. Sinfonie in Japan und China und mit Verdis Requiem. Auch seltener gespielte Werke wie Elgars „Dream of Gerontius“ gehören zu ihrem Repertoire. Darüber hinaus wirkt sie regelmäßig bei Uraufführungen zeitgenössischer Musik mit. Partner sind dabei beispielsweise das European Chamber Orchestra, das Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, die Orchester des Gewandhauses und der Züricher Tonhalle, sowie die Rundfunkorchester des WDR und SR.

Eine langjährige intensive Zusammenarbeit verbindet Marion Eckstein mit dem Dirigenten Thomas Hengelbrock. Unter dessen Leitung sang sie beispielsweise in Bachs h-moll-Messe beim Bachfest Leipzig, in der Zürcher Tonhalle in Mendelssohns "Walpurgisnacht“ und den Altpart im Elias im Gewandhaus Leipzig. Eine szenische Realisation von Purcells "Dido and Aeneas“ unter seiner Leitung führte Marion Eckstein zu den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musikfestival und nach Hamburg.

Zunehmend erscheint Marion Eckstein auch auf der Opernbühne. Ebenfalls unter Thomas Hengelbrocks Leitung sang sie im Teatro Real Madrid die Stimme von oben und ein Blumenmädchen in der vielbeachteten historisch informierten Aufführung von Wagners Parsifal; in Aachen trat sie in der vergangenen Spielzeit in G. Puccinis „Suor Angelica“ auf und im Sommer bei den Tiroler Festspielen Erl in Wagners Ring.

Ecksteins vielseitiges Repertoire dokumentieren neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen auch ihre CD-Einspielungen. Darunter seien Telemanns „Messias“, Händels „Messias“, Mozarts „Requiem“, Weihnachtskantaten von Charpentier erwähnt; die CD "Lotti-Zelenka-Bach" des Labels harmonia mundi wurde mit dem begehrten Gramophone Award in der Kategorie “Baroque-vocal” ausgezeichnet. Weiterhin hervorzuheben ist im romantischen Repertoire die Aufnahme mit dem Linos-Ensemble von Gustav Mahlers "Kindertotenliedern" für das Label Capriccio.

 

Bereits in den Jahren 2015 und 2018 in Telgte zu Gast, wurde NeoBarock auf besonderen Wunsch des Publikums erneut ins Bürgerhaus eingeladen.

 

www.neobarock.de | www.marion-eckstein.de