Lars Conrad (Bariton) & Daniel Prinz (Klavier)

Kammerkonzert

Sonntag, 12. November 2023

19.30 Uhr, Bürgerhaus Telgte

 

Lars Conrad, Bariton

Daniel Prinz, Klavier

Konzertkarten

Vorverkauf: 18,00 €

Abendkasse: 20,00 €

Studenten/Auszubildende: 5,00 €

Schwerbehinderte: 16,00 €

Eintritt für Schüler in Begleitung Erwachsener frei

Foto: Zuzannna Specjal
Foto: Zuzannna Specjal

Programm: "1816 - Geh unter Welt"

Lieder von Franz Schubert und Gustav Mahler

 

1815 kommt es auf der Insel Sumbawa im heutigen Indonesien zu dem größten Vulkanausbruch (Tambora) der Menschheitsgeschichte. Ungefähr 120.000 Menschen sterben in nächster Umgebung sofort. Was keiner ahnt, sind die dramatischen Folgen weltweit. 150 km³ Asche gelangt in die Atmosphäre und verteilt sich wie eine Schicht über den ganzen Globus. Vor allem die Nordhalbkugel leidet viele Jahre unter den stark veränderten klimatischen Bedingungen, man spricht 1816 vom „Jahr ohne Sommer“. Die Welt kühlt sich ab, die Menschen leiden in Europa unter extremen Wetterbedingungen und Hungersnot durch ausbleibende Ernten. Die Menschen leben in einer verdunkelten Welt voller Regen, Hagel und Sturm und so ist es nicht verwunderlich, dass gerade in dieser Zeit „Frankenstein“ und die ersten Vampirromane entstehen.

Die beiden Musiker des Liedduos Conrad/Prinz fanden durch eine glückliche Fügung während einer Audition zusammen und beginnen nun ihre gemeinsame Ensembletätigkeit als Stipendiaten der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb. Individuell wurden die beiden Westfalen bereits bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Bei ihren Programmen lassen sie sich gerne von übergeordneten Themen leiten, seien sie historisch, soziologisch oder psychologisch. Sie beide eint die Überzeugung, dass Lied als Medium zeitenübergreifend immer aktuelle Probleme des Einzelnen und der Gesellschaft verhandelt. Jahrhundertealte Texte können uns als Spiegel dienen und uns zur Reflexion ermutigen. Verletzlichkeit und Sensibilität spielt dabei eine große Rolle für die beiden Musiker, was sich in ihren vielschichtigen Interpretationen ausdrückt. 

 

Lars Conrad steht als vielseitig interessierter Sänger auf unterschiedlichsten Bühnen Deutschlands und hat sich einen Namen für seine einfühlsamen Interpretationen gemacht. So war er bereits an den Opernhäusern Görlitz, Leipzig und Heidelberg zu erleben. 2019 sang er bei den Festspielen Winter in Schwetzingen unter der Leitung von Christina Pluhar in der Oper „Die getreue Alceste“ von Georg Caspar Schürmann. Im selben Jahr erschien ein Mitschnitt von Bachs „Johannespassion“ unter der Leitung von Peter Schreier, der für einen Opus Klassik nominiert wurde.

Der Sänger war Teilnehmer der Liedakademie des Heidelberger Frühling unter der Leitung von Thomas Hampson. Er erhielt den 3. Preis beim 1. Internationalen Helmut Deutsch Liedwettbewerb in Wien, sowie ein Stipendium des Deutschen Musikrates als Auszeichnung beim Deutschen Musikwettbewerb 2022, gemeinsam mit seinem Duopartner Daniel Prinz.

Lars Conrad wurde in Hamm geboren und begann seine Ausbildung als Jungstudent an der HfM Detmold. Er wechselte an die HMT Leipzig und studierte dort bei Berthold Schmid. Nach seinem Bachelorabschluss studierte er eine Zeit lang an der Guildhall School of Music and Drama bei Rudolf Piernay. Zurzeit lebt er in Leipzig und studiert dort in der Meisterklasse.

www.larsconrad.com

 

Die leisen, intimen Töne, in denen sich die innigsten und ehrlichsten Momente des Menschen spiegeln, faszinierten Daniel Prinz schon früh und so war es ihm während seines Studiums ein großes Bedürfnis, die menschliche Stimme im Klavier zu finden.

In Arnsberg geboren, studierte Daniel Prinz Klavier in den Klassen von Matthias Kirschnereit, Bernd Zack, Lilit Grigoryan und Noelia Rodiles an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und dem Conservatorio Superior de Música de Aragón in Saragossa. Aktuell studiert er Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin in der Klasse von Wolfram Rieger. Wichtige musikalische Impulse erhielt er u. a. auch von Maria João Pires, Cédric Pescia, Gerold Huber und dem Cuarteto Quiroga.

Sein feines Spiel, welches nicht das Drama und Wilde scheut, macht ihn zu einem gefragten Lied- und Kammermusikpartner u. a. bei Festivals wie den Gezeitenkonzerten, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Internationalen Festival Verfemte Musik in Schwerin, dem Hidalgo Festival und der Schubertíada Barcelona.

Rundfunkaufnahmen entstanden beim NDR, ORF und Deutschlandfunk.

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2022 wurde er mit einem Stipendium ausgezeichnet und in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen. Außerdem ist er als Solist und Liedpartner mehrfacher Preisträger von Wettbewerben wie dem Internationalen Interpretationswettbewerb Verfemte Musik in Schwerin, dem Münchner Klavierpodium, dem Westfälischen van Bremen Klavierwettbewerb und Jugend musiziert.

 

Neben seinen Vorlieben für die Musik von Schubert, Schumann, Schostakowitsch und Brahms setzt er sich insbesondere auch mit Komponisten auseinander, die während der Zeit des Nationalsozialismus verboten, verfolgt und getötet worden sind. In seinen Gesprächskonzerten ist es ihm ein wichtiges Anliegen, diese oft vergessenen Komponisten und deren Musik dem Publikum auf seine persönliche Art näher zu bringen.


Dieses Konzert wird gefördert durch den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.


"Visionen – kultiviert und einfühlsam"

Link zur Rezension des Konzerts in den Westfälischen Nachrichten